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Papiersorten

Die Beschreibung und Kennbuchstaben der Papiersorten findest du in der folgenden Tabelle. Bei den einzelnen Jahrgängen habe ich nicht detailliert aufgeführt, welche Nennwerte vorkommen. Dies wird später Teil des Briefmarken-Datenblatts sein.

Ausgabejahr Code Papierbezeichnung Hauptmerkmale Zeitraum / Häufigkeit
1900 v Pelure-Papier Feines, sehr dünnes weißes Papier, das Markenbild scheint stark auf der Rückseite durch. Wasserempfindliche Druckfarben können es leicht verfärben.
Die Erstausgabe kommt mit Ausnahme des 12-Fillér-Nennwerts auf dieser Papiersorte vor.
Erstausgaben (1899–1900)
x Glaspapier Hartes, steifes Papier. Knirscht beim Reißen, die Zähne beschädigen leicht. Restbestände des Kreuzer-Papiers.
Die seltenste Papiersorte: kommt bei den Werten zu 1, 4, 10 und 60 Fillér sowie bei der 1-Kronen-Marke vor.
Äußerst selten (nur I. Ausgabe)
y Glattes Papier Feines, glattes, im Vergleich zum Pelure-Papier dickeres, nicht transparentes, aber durchscheinendes weißes Papier.
Wurde im Allgemeinen ab 1903 verwendet. Mit Ausnahme der weinroten 6-Fillér- und der 3-Kronen-Marke wurden alle Werte auf diesem Papier gedruckt.
Im Allgemeinen ab 1903
z Kartonpapier Dickes, völlig undurchsichtiges, glattes weißes Papier.
Ab 1904 bei allen Nennwerten bekannt, außer bei 4 Fillér, den 6-Fillér-Marken der braunen Farbgruppe und 3 Kronen.
1904 (Letzte Ausgaben)
1904 x Gelbliches Papier Dünnes, brüchiges, glattes Papier mit einem charakteristischen gelblichen Ton.
Alle Nennwerte außer 12 Fillér.
1904 – 1905
y Weißes Papier Dickeres, weicheres und biegsameres weißes Papier.
Bekannt bei allen Werten außer der dunkelweinroten 50-Fillér-Marke.
Ab 1905
1906 y Weißes Papier Erschien ausschließlich auf diesem weicheren, biegsameren weißen Papier. Einheitliche Ausgabe
1908 - Dickes weißes Papier Gleichmäßig strukturiertes, dickeres, glattes weißes Papier. Einheitliche Ausgabe
1909 x Standard-Glattpapier Etwas dicker als das Papier von 1900, nicht transparentes, aber durchscheinendes glattes weißes Papier.
Bekannt bei allen Werten außer 16 Fillér.
Häufigster Typ
y Hartes Glattpapier Glattes, ausgesprochen hartes und dicke Papier, auf dem das Wasserzeichen gut erkennbar ist. Kommt bei allen Nennwerten vor
z Dünnes dichtes Papier Dünnes, dichtfaseriges weißes Papier, auf dem das Wasserzeichen nur sehr schwach oder kaum sichtbar ist.
Kommt bei allen Werten außer 16 Fillér und 5 Kronen vor.
Bei fast allen Nennwerten
1913 s Standard mittel-dünn Glattes, gleichmäßig strukturiertes, mitteldünnes weißes Papier mit scharf ausgeprägtem Wasserzeichen.
1, 2, 3, 5, 6, 10, 20, 25, 30, 35, 50, 60 Fillér mit weißer und rosa Untergrundfarbe sowie 1, 2, 5 Kronen. (Die Wasserzeichenstellung VIIB erschien ausschließlich auf diesem Papier)
1913 – 1914
t Dichtes dickes Papier Spürbar dickeres und dichteres weißes Papier als Sorte s, mit etwas blasserem Wasserzeichen.
5, 10, 16, 60 Fillér mit rosa Untergrundfarbe und 1 Krone.
1914
u Papier mit lockerer Struktur Etwas dünneres Papier mit lockereren Papierfasern. Gegen das Licht betrachtet zeigen sich unregelmäßige, kleine helle Punkte.
1, 2, 3, 5, 6, 10, 12, 20, 25, 30, 35, 50, 60 Fillér mit rosa Untergrundfarbe, 1, 2 und 5 Kronen.
1914
v Punktgitter-Papier (locker) Sehr dünnes Papier mit lockerer Struktur. Beim Durchleuchten ordnen sich die Punkte in geraden Linien an. Verschwommenes Wasserzeichen.
1, 2, 3, 5, 6, 10, 12, 25, 50, 60 Fillér mit rosa Untergrundfarbe, 70, 80 Fillér sowie 1 und 2 Kronen.
1914 – 1916
w Geripptes Papier Mitteldick, leicht grau-weiß. Senkrecht zum Wasserzeichen sind regelmäßige, abwechselnd helle und dunkle Streifen sichtbar (0,3 mm).
2 Fillér (blassgelb), 3, 5, 6 (grau-oliv), 10 und 25 Fillér (berlinerblau).
Seltenerer Typ (1916–1917)
x Dickes biegsames Papier Starkes, biegsames, ausgesprochen dickes weißes Papier mit gut erkennbarem Wasserzeichen. In geringen Mengen (1918)
y Graues Kartonpapier Ausgesprochen dickes, steifes, leicht gräuliches kartonartiges Papier. Sehr selten (1918)
z Dünnes glattes Papier Dünnes, ungeripptes Papier mit verschwommenem, unscharfem Wasserzeichen. 1916 – 1923
Bilder der einzelnen Papiersorten sind nicht vorhanden, da diese auf Fotos schwer darzustellen sind. Wenn dir jedoch mehrere Turul-Marken vorliegen, können die Unterschiede durch Fühlen und Durchleuchten eindeutig bestimmt werden. Auch unter der Lupe lässt sich die Struktur gut untersuchen.

Abweichende Papiersorten können in manchen Fällen wertsteigernd sein, wenn sie zu einer selteneren Ausgabe gehören – wie etwa die Exemplare auf Glaspapier der Erstausgabe von 1900 oder die in der Tabelle markierten selteneren Papiersorten.